Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Joachim Meyerhoff

Der dritte Teil von Joachim Meyerhoffs Zyklus‘ Alle Toten fliegen hoch: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke erzählt die Geschichte von einem, der auszieht, Schauspieler zu werden, und bei seinen Großeltern einzieht.

Joachim hat seine Kindheit auf dem Gelände einer Psychiatrie hinter sich gelassen, das Austauschjahr in Amerika ist vorbei, die Schulzeit überstanden. Nun, kurz bevor er den Zivildienst antreten soll, geschieht das Unerwartete: Er wird an der Münchener Schauspielschule angenommen.

Da seine Großeltern eine Villa in Nymphenburg bewohnen, zieht Joachim bei ihnen ein. Der Großvater, ein emeritierter Professor, ist eine ehrwürdig-strenge Erscheinung. Die Großmutter, einst selbst Schauspielerin, ist, was man eine schillernde Diva nennt. Die beiden haben ihre Tage durch abenteuerliche Rituale – bei denen Alkohol eine große Rolle spielt – strukturiert.

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Joachim wird zu einer Art Wanderer zwischen den Welten. Während er tagsüber an der Schule quasi in seine Einzelteile zerlegt wird, ertränkt er abends auf dem Sofa seine Verwirrung. Der Kontrast zwischen dem durch die Ausbildung verursachten Zerfall des Ichs einerseits und dem „Irrsinn“ der Großeltern andererseits überfordert ihn. Auf der Bühne soll er sein Innerstes nach außen kehren und versagt dabei grandios. Und doch entgeht ihm nicht, gegen welch große Leere seine Großeltern ankämpfen …

Die Kunst, mit der er Komik und Tragik verbindet, hat dem deutschen Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff (geb. 1967) bereits für die ersten Teile des Alle Toten fliegen hoch Zyklus – Amerika und Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war – begeisterte Kritiken und mehrere Literaturpreise eingebracht. „Zum Brüllen komisch“ (Salzburger Nachrichten) ist auch Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke: „ein wunderschönes, fast schon proustisches Buch“ (taz).

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