Der Architekt des Sultans

Elif Shafak – Der Architekt des Sultans

Mit Der Architekt des Sultans hat Elif Shafak einen großen historischen Roman geschrieben: eine Liebeserklärung an das vergleichsweise weltoffene Istanbul des 16. Jahrhunderts, das Menschen vieler Völker und Religionen beherbergte.

Istanbul im 16. Jahrhundert

Das Osmanische Reich erlebt seine Blütezeit. Hier, im kulturellen Zentrum des Orients, legt eines Tages ein Schiff mit Passagieren aus Indien an: An Bord sind der aus ärmlichen Verhältnissen stammende, 12-jährige Elefantenführer Jahan und ein weißer Elefant, der ein Geschenk für die Menagerie des Sultans ist.

Der Architekt des Sultans
Der Architekt des Sultans

Für Jahan beginnt das Abenteuer seines Lebens

Jahan, der die Armut kennt, findet sich nun in einer Welt des Prunks und des Reichtums wieder, mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Jahan lernt großartige Tierbändiger und die schöne Prinzessin Mihrimah kennen, aber auch die Hinterlist der Höflinge und falsche Freunde.

Eine besondere Begegnung verändert Jahans Schicksal für immer

Jahan trifft den berühmtesten Baumeister der gesamten islamischen Welt, den Hofarchitekten Sinan. Jahan wird dessen Lehrling, gemeinsam bauen sie Paläste und Aquädukte, Moscheen und Mausoleen. Der Junge aus Indien scheint sein Glück gefunden zu haben. Doch es wird durch Intrigen und Kriege bedroht – denn die Zerstörungswut ist größer und mächtiger als der Wille, etwas zu erschaffen

Historische Romane werden gern als farbenprächtig bezeichnet, und Der Architekt des Sultans von Elif Shafak (geb. 1971) ist genau das: farbenprächtig, märchenhaft, wundervoll, dramatisch, in Sprache und Atmosphäre.

Man kann in Der Architekt des Sultans durchaus Kritik an der derzeit in der Türkei vorherrschenden „politischen Großwetterlage“ finden. Die in Straßburg geborene Elif Shafak ist zwar eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen in der Türkei, doch ihre Werke sind dort meist auch heftig umstritten.

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