Werner Bartens: Bücher und Person

Werner Bartens: Zur Person

Wie Berührung hilftWahrscheinlich kennen Sie den Mann, der in der Nähe von München lebt, aus dem Fernsehen. Immer wieder tritt er in Talkshows auf. Maischberger. Plasberg. Dort äußert er sich zu Themen im Grenzbereich von Medizin und Psychologie. Seit über 70 Wochen steht sein Buch Was Paare zusammenhält in der Paperback-Bestsellerliste von Spiegel. Und das neue Bartens-Buch Wie Berührung hilft wird wohl auch ein Ratgeber-Bestseller. Denn der 1966 in Göttingen geborene Werner Bartens, weiß, wie Wissenschaft zu vermitteln ist. Von 1985 bis 1995 studierte er an verschiedenen Universitäten im In und Ausland Medizin, Geschichte und Germanistik. Der ungewöhnliche Studiosus muss seine Vorlieben in ihrer ganzen Breite verwirklicht haben. Nach dem Studium arbeitete er bis 1997 als Arzt, um sich dann als Sachbuchautor und Wissenschaftsjournalist einen Namen zu machen. Zahlreiche Preise ab 1997 belegen seine Fähigkeit, auch schwierige wissenschaftliche Themen in einer allgemein verständlichen Sprache in die breite Öffentlichkeit zu bringen.

Bücher von Werner Bartens

In Die Tyrannei der Gene behandelt Werner Bartens das Thema, wie die Gentechnik unser Denken verändert. Das Lexikon der Medizin-Irrtümer widmet sich fragwürdigen medizinischen Behandlungen und Sprechstunde will zeigen, woran Patienten einen guten Arzt erkennen. Vorsicht Vorsorge! zeigt nutzlose oder gefährliche Präventionen auf und Körperglück behandelt die Frage, wie gute Gefühle gesund machen können. Ähnlich die Glücksmedizin, die zeigt, welche Behandlungen wirklich helfen. Das ist nur eine kleine Auswahl der verschiedenen Themen, die Werner Bartens am Herzen liegen.

Wie Berührung hilft

Und nun das Buch Wie Berührung hilft. Sicher haben Sie schon gehört, dass Umarmungen den Blutdruck senken. Das heißt: Menschen brauchen Berührungen, wenn sie gesund bleiben wollen. Berührungen machen erfolgreicher, ausgeglichener, intelligenter und kräftiger. Sie helfen gegen Stress und Krankheiten. Sicher greifen Frauen, die Wärmflaschen lieben, und Männer, die Tee trinken, gern zu diesem Werk. Dass die Berührungen sozialen Kontakt ausdrücken und dieser soziale Kontakt auch gesundheitliche Folgen hat, wird schnell klar: Die Intensität eines Schlags mit der Faust wird lange nicht vergessen. Aber der Körper prägt sich auch die sanfte Berührung mit den Fingerspitzen ein, den Kontakt von Lippen. In der Zwischenzeit ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir „ausreichenden und wohlmeinenden Körperkontakt brauchen, um zentrale Körperfunktionen wie beispielsweise unseren Wärmehaushalt, unser Immunsystem und unser Herz-/Kreislaufsystem zu regulieren“. So jedenfalls formuliert es die deutschsprachige Wikipedia. Und deshalb werden Berührungen seit Jahrtausenden in manuellen Therapien oder Massagen medizinisch angewandt und die Körperpsychotherapie geht von der These aus, dass Körper und Psyche eine untrennbare Einheit bilden, um Menschen zu heilen.

Wie Berührung hilftEin Fazit zu Werner Bartens

Wo einer Erfolg hat, findet er Neider und Gegner. So kritisieren andere Mediziner angeblich oberflächliche Recherche, falsche Tatsachenbehauptungen, die Verquickung von Meinung und Information, bezeichnen Werner Bartens gar als atheistischen Fundamentalisten, der Meinungen geschickt manipuliere. Dagegen spricht jedoch nicht nur, dass er seit 2005 bei der Süddeutschen Zeitung im Wissenschaftsressort schreibt, sondern auch dass ihm die Süddeutsche 2008 sogar die Redaktionsleitung des Ressorts übertrug, die er bis heute innehat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Werner Bartens sich auf diesem Posten halten könnte, wenn seine Gegner und Neider Recht hätten. Jeder Mensch ist fehlbar. Auch ein Arzt. Und Formulierungen können missverständlich sein. Selbst bei Menschen, die in ihrem Fach renommiert sind. Die vielen Wissenschaftspreise, die Werner Bartens erhielt, bezeugen jedoch, dass er auf dem Stand der heutigen medizinischen Wissenschaft schreibt und in der medizinischen Community anerkannt ist. Dass er mit seinen Sachbüchern und Ratgebern aktuelles medizinisches Wissen in breite Bevölkerungskreise trägt und sich für eine ganzheitliche Sicht der Vorgänge rund um Gesundheit und Krankheit einsetzt, sollte ohne Neid anerkannt werden.

 

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