Autorenfragebogen von Carla Norton

Beschreiben Sie sich mit drei Worten!

Fantasievoll, diszipliniert, dankbar.

Was macht Ihnen schlechte Laune, was macht Ihnen Freude?

Schlechte Laune macht mir, mit fiesen Leuten umzugehen und mich um kaputte Sachen zu kümmern.
Ich freue mich natürlich immer, einen Roman zu Ende zu schreiben! Und dann natürlich noch Klassiker wie tolles Wetter am Strand, schnell und gut Skifahren oder zu einer fetzigen Band tanzen.

Sie können Frühstück, Mittag- und Abendessen an drei unterschiedlichen Orten auf der Welt einnehmen – wohin führt Sie diese Reise?

Frühstück: Das Firesign  Café am Lake Tahoe in Kalifornien, wo ich eine Vollkorn-Nuss-Waffel mit heißer Blaubeer-Himbeer-Soße bestellen würde.
Mittagessen: Ein entspanntes Picknick unter dem blauen Himmel Südfrankreichs, mit viel Wein und verschiedenen Sorten Käse, bitte!
Abendessen: Am liebsten das frischeste, leckerste Sushi und Sashimi in Tokyo.

Kaffee oder Tee?

Ich bin ein wahrer Koffein-Junkie, also ist mein Tag angefüllt mit beidem: Kona Kaffee mit Sojamilch ist morgens bei mir ein absolutes Muss, dann Cappuccino oder Earl Grey am Nachmittag und nach dem Abendessen gibt’s oft noch einen Pfefferminztee.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Eine Szene schreiben, die ich so gern mag, dass ich nicht aufhören kann, sie immer wieder zu lesen, dann ein wenig Bewegung an der frischen Luft, gefolgt von einem leckeren Abendessen mit guten Gesprächen.

Woher kommen die Inspirationen zu Ihren Büchern?

Sich etwas auszudenken ist einfach – nur die Umsetzung ist schwierig. Ideen kommen mir eigentlich nonstop – aus Träumen, Gerüchen, Gesprächsfetzen – aber die meisten sind kaum zu gebrauchen. Also nehme ich mir eine Idee nach der anderen vor, experimentiere damit und schreibe sie immer wieder um, bis etwas entsteht, mit dem es sich lohnt, weiterzuarbeiten.

Neben der Arbeit als Schriftsteller – was wären alternative Berufe für Sie? Und warum?

Ich habe ziemliches Glück, vom Schreiben leben zu können, und ich kann mir nichts anderes vorstellen, das ich lieber täte. Als ich acht war, wollte ich die jüngste Schriftstellerin der Welt werden; es hat dann doch etwas länger gedauert als ich gehofft hatte, bis ich meinen ersten Roman veröffentlicht habe!

Als ich noch klein war, wollte ich eine Zeit lang Jockey werden, denn mein Großvater züchtete Pferde. Sogar professionelle Tänzerin hätte ich mir damals vorstellen können. Aber realistisch gesehen könnte ich wohl Literatur und Kreatives Schreiben an einem College oder einer Universität unterrichten.

Haben Sie einen Lieblingsautor? Wer ist es und weshalb?

Eigentlich bin ich viel zu flatterhaft, um mich wirklich auf einen Liebslingsautor festlegen zu können – es gibt so viele großartige Schriftsteller auf der Welt! Aber es ist schwer, Ken Kesey zu überbieten. „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist in jeder Hinsicht brilliant: lebhafte Charaktere, erstaunliche Prosa und perfekte Struktur.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Karen Engelmanns historischen Roman “Das Stockholm Oktavo”, „Das fünfte Zeichen“ von Jo Nesbo und Jon Ronsons herrlich ironisches „Die Psychopathen sind unter uns“.
 
Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Eine Freundin gab mir „Eat, Pray, Love“ von Elizabeth Gilbert, als ich gerade eine schwierige Zeit durchgemacht habe und es half mir sehr. Ich war bereits in Italien und Indien, weswegen ich mit dem Buch noch mehr verbinden konnte. Und Gilbert schreibt wirklich schön!

 Gibt es ein Buch, das Sie geschenkt bekommen haben, und das für Sie eine besondere Bedeutung hat? Warum?

“Das Schweigen der Lämmer” von Thomas Harris ist einfach nur klasse. Ich habe es drei oder vier Mal gelesen.

Welche Person – aus Roman, Film oder dem öffentlichen Leben – würden Sie gerne treffen? Und was würden Sie zu ihm/ihr sagen?

Es würde sicher mehr Eindruck machen, wenn ich jetzt Shakespeare, Martin Luther King oder John Lennon sagen würde. Aber ehrlichgesagt würde ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, zu George Clooney zu sagen: „Ja, danke Liebling, ich hätte gern noch etwas Champagner.“

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne Zeuge gewesen?

Das ist eine schwierige Frage, oder nicht? Wie soll man sich da entscheiden? Vielleicht Ghandis Wanderung ans Meer.

Wenn Sie die berühmten drei Wünsche frei hätten, wie sähen sie aus?

Das ist einfach – Nur drei kleine Wünsche! Erstens: Jeder auf der Welt sollte Lesen und Schreiben können, zweitens: Genug Wasser und Nahrungsmittel für alle, und drittens: In jeder Regierung der Welt müsste der Anteil von Männern und Frauen genau umgekehrt sein.

Was ist Ihre Lebensphilosophie?

Nimm nichts für selbstverständlich hin. Sei großzügig, sei dankbar und liebe so viel du kannst.

Haben Sie schon das nächste Projekt im Kopf?

Ja, danke der Nachfrage. Ich stecke gerade mitten in der Arbeit an einem Sequel zu “Und nachts die Angst“ … und ich  kann kaum erwarten, wie es ausgeht!

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