Kinder der Freiheit von Ken Follett

1. 216 Seiten dick ist „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett. Kein Wunder, dass es zwei Übersetzer braucht, um dieses Mammutwerk aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen. In der ersten Zeile richtet Follet den Blick des Lesers auf Ostberlin 1961. Dort bekommt Rebecca Hoffmann zufällig mit, dass ihr Mann bei der STASI arbeitet und sie überwacht. Ein Schicksal, das sie, wie wir seit 1990 wissen, mit vielen anderen DDR-Bürgern teilte. Und wie bei anderen, die diese Tatsache erst viele Jahre später in der Bundesrepublik erfahren, bricht ihre Welt zusammen. Aber der Bau der Mauer kann den Freiheitsdrang von Rebecca und ihren Kindern nicht eindämmen.

Kinder der FreiheitAnderswo auf der Welt leben Kinder der Freiheit ähnlich unterdrückt wie in Ostberlin. In Boston erfahren George Jake und Verena Marquand, zwei junge Schwarze, Falschheit, Misstrauen, Vorurteile und Rassendiskriminierung in einer nach Außen demokratischen Gesellschaft. Ihr Leben bewegt sich in Bahnen von Unfreiheit. Ob der Baptistenpfarrer Martin Luther King daran etwas ändern kann, ist 1961 vor allem in den Südstaaten unsicher.

Kinder der Freiheit“ ist Familiensaga und Hoffnungsbuch. Follett beschreibt die Ära, in der sich Freiheitsbewegungen in Amerika, Deutschland und dem Ostblock durchsetzen und 1989 die Mauer überwinden und zu Fall bringen. Mit diesem Buch krönt Follett seine „Jahrhundert-Saga“, zu der „Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“ gehören. Die Jahrhundert-Saga erzählt die Geschichte des 20. Jahrhunderts spannend und faszinierend. Follett setzt darin seine Figuren zu den geschichtsträchtigen Momenten des vergangenen Jahrhunderts in Beziehung.

Gerade erst feierte Ken Follett seinen 65. Geburtstag. In Deutschland verkaufte er fast 35 Millionen Bücher, 20 seiner Werke brachten es zu Bestsellerehren. Der Walliser ist durch sein Schreiben einer der reichsten Autoren geworden. Manches spricht dafür, dass er mit „Kinder der Freiheit“ wieder einen Bestseller landet, der den bekennenden Sozialisten noch reicher macht.

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