Sarrazin und die Genetik und die Evolution …
Bevor ich das nun – wohlgemerkt weitgehend ungelesene - aber heftig diskutierte Buch Sarrazins “Deutschland schafft sich ab” – hier besprechen werde, muss ich es ja erst einmal selbst gelesen haben.
Heute allerdings erreicht mich eine Mail des Verlages mit folgender Erklärung Sarrazins:
Erklärung von Dr. Thilo Sarrazin vom 30. August 2010 Diesen Beitrag weiterlesen »
Das lesende Gehirn — von Prof. Dr. Maryanne Wolf
Wie der Mensch zum Lesen kam – und was es in unseren Köpfen bewirkt
Keine Angst vor diesem Buch – obwohl die verlagsseitige Inhaltsangabe geradezu abschreckend wirkt: Es ist alles andere als ein trockenes, wissenschaftliches Buch! Es ist voller Leidenschaft von der international anerkannten Hirnforscherin Prof. Dr. Maryanne Wolf geschrieben und zwar so, dass es die Leser sofort gefangen nimmt!
Das mit dem Lesen ist eigentlich etwas ganz und gar Wunder- und Sonderbares. Maryanne Wolf macht uns nachdrücklich darauf aufmerksam: “Wir sind nicht zum Lesen geboren. Es gibt keine Gene, die je die Entwicklung des Lesen befohlen hätten. Der Mensch erfand das Lesen erst vor wenigen tausend Jahren. Und mit dieser Erfindung veränderten wir unmittelbar die Organisation unseres Gehirns – was uns vorher ungekannte Denkweisen eröffnete und damit die geistige Evolution unserer Art in Neue Bahnen lenkte.”
Was ist da passiert mit unserem Gehirn, dass es etwas erfand und ausübte, wofür es überhaupt zunächst nicht vorgesehen war? Sie beschreibt, die ungeheure schöpferische Kraft, die sich hinter dem Lesen von Wörtern verbirgt.
Und wie hat Sokrates sich dagegen gewehrt, der in der genialen Erfindung des Alphabets und der sich anbahnenden schriftlichen Überlieferung und Auseinandersetzung den Untergang der geistigen Fähigkeiten des Menschen sah – er meinte, nur die mündliche, bis dahin übliche Überlieferung sei das Einzig Wahre.
Und gleich im ersten Kapitel – wie später im Buch immer wieder und ausführlich – setzt sich Maryanne Wolf mit den so geplagten Legasthenikern auseinander – und wir werden begreifen, dass deren Gehirn keineswegs beschädigt sondern einfach nur anders verdrahtet ist – Legasthenie ist keine Frage des geistigen “Unterbelichtet-Seins”. Diesen Beitrag weiterlesen »
Medizin für die Bildung — von Prof. Dr. Manfred Spitzer
Ein Weg aus der Krise
Dies ist das bislang vermutlich beste Buch von Professor Dr. Manfred Spitzer und sein “aggressivstes” wohl überhaupt.
Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie und Neurowissenschaften & Lernen – zudem vielfacher Vater – weiß in mehrfacher Hinsicht genau, wovon er berichtet und was er anklagt: Er legt den Finger in die offene Wunde: Bildung und Ausbildung in Deutschland und beweist:
Man kann gar nichts besseres tun, als in Bildung zu investieren.
Allein das Vorwort hat fast 30 Seiten – und wer sich in dieser Materie auskennt, sei es als Eltern oder ehemalige Schüler, wird hier auf vielen Seiten hell auflachen, so drastisch schildert der kinderreiche Professor die gegenwärtige Schul- und Ausbildungssituation in Deutschland.
Und man ist ihm regelrecht dankbar – wenn Eltern, Schüler oder sogar Lehrer versuchen, sich zu beschweren, finden sie wenig Beachtung. Und jeder selbst betroffene Leser hofft, dass nun dieser streitbare Professor einmal ernst genommen wird.
Alle Beteiligten wissen: Die Schule und die Ausbildung der Lehrer liegen bei uns VOLL DANEBEN! Diesen Beitrag weiterlesen »
Wie kommt das Salz ins Meer von Brigitte Schwaiger
Nun ist die österreichsiche Schriftstellerin Brigitte Schwaiger mit 61 Jahren verstorben
Genau genommen war das Leben von Brigitte Schwaiger eine ziemliche Tortur. Wer sie kannte, wunderte sich wenig, als sie jetzt tot aus der Donau geborgen wurde. Die behörden ordneten eine Obduktion an – aber ob dabei noch herauskommen wird, warum ihr Leben unter so einem Unstern stand?
30 Jahre nach der Erstveröffentlichung ivon “Wie kommt das Salz ins Meer” ist Brigitte Schwaigers Debütroman, der sofort nach Erscheinen ein Sensatins-Bestseller wurde, einem stark autobiographisch gefärbten Roman, der über 500.000 Mal verlauft wurde: ein nach wie vor aktuelles Plädoyer wider die provinzielle Bürgerlichkeit.
Das Buch zählt zu den unbestrittenen Klassikern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, dessen Thematiken an Aktualität nichts eingebüßt haben. Die provinzielle Bürgerlichkeit ihres Elternhauses prägt das Leben der Ich-Erzählerin. Die frühe Heirat – die den gutbürgerlichen Eltern sehr gefällt – mit Rolf bringt keinen Ausweg sondern führt zu einer weiteren Einengung ihrer persönlichen Freiheit. Es folgen eine Affäre, Abtreibung, Depression und Scheidung.
Kap meiner Hoffnung — von Irina Andre-Lang
Als Kinderärztin in Südafrika
Ein mehr als bewegendes – und vor allem wahres – Buch, das sofort nach Erscheinen die Bestsellerliste erklomm:
Bereits mit 28 Jahren wird die Autorin Irina André-Lang vom Schicksal hart getroffen: Unheilbar krank, stirbt ihr Mann an einem Gehirntumor. Verzweifelt sucht sie nach neuen Lebensaufgaben und findet sie unter anderem in der Anti-Apartheid-Bewegung der 1980er-Jahre in Deutschland.
Während mehrerer Reisen nach Südafrika verfällt sie – bei allen Schattenseiten – dem Zauber und der Schönheit dieses Landes, und in ihr wächst der Wunsch, eines Tages dort zu leben.
Nachdem sie in Deutschland die Facharztausbildung beendet hat und die Apartheid politisch überwunden ist, packt sie die Koffer und beginnt im Land ihrer Sehnsucht als Kinderärztin zu arbeiten. Sie landet in einem Strudel aus Armut, Krankheiten, Rassenhass und Gewalt. Und sie gerät ungewollt in eines der Zentren der schlimmsten Seuchen unserer Zeit: Aids. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mädchenfänger — von Jilliane Hoffman
“Mädchenfänger” als höchster Neueinsteiger in den Belletristikcharts 
Dieses neu angekündigte Buch versprich wieder – angenehme – Grusel-Schauder.
Mit ihren früheren Büchern “Cupido”, “Morpheus” und “Vater Unser” schrieb Jilliane Hoffman allesamt internationale Bestseller. Jetzt hat Jilliane Hoffman einen neuen Thriller vorgelegt: “Mädchenfänger” ist am 16. Juli bei Wunderlich erschienen und schon in dieser Woche als höchster Neuzugang auf Platz 5 der Hardcover-Belletristikcharts eingestiegen.
P.S. Freue mich auf Morgen, lautete die letzte Botschaft von Mädchenfänger an Elaine Lainey Emerson. Seitdem ist die Zwölfjährige nicht mehr nach Hause gekommen. Als FBI Agent Bob Dees diese Nachricht auf ihrem Computer findet, weiß er, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind – Lainey ist in der Gewalt eines Killers. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ich bin dann mal schlank — von Patric Heizmann
Gleich ein ganzes SYSTEM, wie man schlank wird – und bleibt
… hat uns der Autor nunmehr vorgelegt. (Ehrlich gesagt, angesichts der Fülle an diesbezüglichen Ratgebern wundert man sich, dass sich nicht inzwischen die ganze Nation gertenschlank durch die Straßen bewegt. ) Aber vermutlich braucht man MEHR als nur EINEN Ratgeber, um sein Ziel zu erreichen. Dieses SYSTEM klingt sehr vielversprechend: Da ist – als neuestes - jetzt das Kochbuch: Ich bin dann mal schlank, Kochbuch
Nach seinem erfolgreichen Diätratgeber (von dem weiter unten) “Ich bin dann mal schlank” hat Patric Heizmann im April das passende Kochbuch zur Methode vorgelegt. Die mehr als 120 Rezepte versprechen perfekte Tage vom Frühstück bis zum Abendessen. Mit seinem Neueinstieg auf Platz 13 ist “Ich bin dann mal schlank, Kochbuch” (Draksal) jetzt erstmals in den Ratgebercharts vertreten.
Ich bin dann mal schlank: Diesen Beitrag weiterlesen »
Fussball-Bücher Südafrika — Neu auf der Bestellerliste:
Drei WM-Bücher neu in den Ratgebercharts
Nach dem letzten WM-Tor in Johannesburg haben die Verlage nicht lange mit ihren Turnier-Rückblicken auf sich warten lassen. Gleich drei der Fußball-Bücher sind jetzt neu in die Hardcover-Ratgebercharts eingestiegen,
allen voran der
“Sportbild”-Titel “Fußball-WM 2010” (GLB Parkland) auf Platz 1. € 9,95
Von der Vorrunde bis zum Finale: Wer waren die Superstars in Südafrika? Wer schoss die spektakulärsten Tore? Welche Entwicklung hat die deutsche Elf im Verlauf des Turniers gemacht? Der “Sportbild”-Titel“Fußball-WM 2010” verspricht alle Zahlen, Diesen Beitrag weiterlesen »
3 zu viel für diesen Job – Silber, Herwig
Der Roman “3 zu viel für diesen Job” (407 Seiten)spielt im heutigen Wirtschaftsleben und richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich Geschichten in einem neuen, ungewöhnlichen Handlungsrahmen wünschen. Weder Krimi, noch Familien- oder Liebesroman, kreist der Stoff um ein Thema, das in der Belletristik bisher äußerst stiefmütterlich behandelt wurde: dem unbändigen Gerangel um eine Top-Managerposition.
Im Verlauf eines beinharten, zweieinhalbtägigen Bewerbungsverfahrens trennt Personalberater Herzberg mit seinen höchst eigenwilligen Auswahlmethoden die Spreu vom Weizen. Aber auch er selbst kommt nicht ungeschoren davon und gerät in den Strudel der Machenschaften, die von einer einflußreichen Person inszeneniert wurden.
Eine spannende, facettenreiche Story mit einem unerwarteten Ausgang.
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This post was submitted by Herwig Silber.
Heinrich Heine – was hätte er wohl heute so über seinen Einzug in die Walhalla geschrieben?
Das wage ich mir doch tatsächlich vorzustellen … Und wer sich das NICHT vorstellen kann – ach, Ihnen empfehle ich einfach mal, einiges von Heinrich Heine (1797-1856) zu lesen! Sie meinen, das sei verstaubt? Ich setze Ihnen daher an das Ende dieses Textes einen Link – da finden Sie alle lieferbaren Bücher von Heinrich Heine, die Sie bei www.buchwelt.de bekommen können.
Um Ihnen zu schildern, dass ich mir irgendwie lebhaft vorstellen könne, was Heine zu den nachfolgend geschilderten Wirrnissen um die Aufstellung seiner Büste in den geheiligten Hallen der Walhalla geschrieben haben würde, nachfolgend eine kleine Glosse Heinrich Heines, die man in seinem Nachlass fand: Diesen Beitrag weiterlesen »
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