22. August 2009
Am 24. November steht München ganz im Zeichen der Literatur:
Der Internationale Buchpreis CORINE wird hier bereits zum neunten Mal im Rahmen einer TV-Gala verliehen. Schirmherr ist der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.Die Verleihung der CORINE gehört für die Verlagswelt, ähnlich wie der OSCAR für die Filmindustrie, zu den großen und wichtigsten Ereignissen. Die ausgezeichneten Bücher und Autoren haben sich durch Textqualität, Aktualität und durch Akzeptanz und Interesse beim Leser qualifiziert.
Die CORINE-Preisverleihung ist der Beweis dafür, dass es möglich ist, Bücher und Autoren spannend und unterhaltsam in einer Fernsehgala zu präsentieren. (weiterlesen…)
19. August 2009
Elf Kapitel mit ungewissem Ausgang.Wilhelm Genazino ist 1943 in einfachen Verhältnissen geboren, volontierte bei der Rhein-Neckar-Zeitung und studierte dann Germanistik, Philosophie und Soziologie in Frankfurt. Anschließend war er Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und Anfang 1970 war es dann soweit: Jetzt kann er von seiner Arbeit als Schriftsteller leben.
Seine Bücher erschienen in neun Sprachen, und er graste sozusagen die Palette wesentlicher Literaturpreise ab; der wichtigste war dann 2004 der Georg Büchner Preis. Den hat er auch wirklich verdient. Ich habe alle seine Bücher gelesen; die ersten zwar bewundernd, aber nicht besonders gern – nun aber ist eindeutig festzustellen, dass er mit jedem Buch besser wurde. Was sind nun sein Thema und seine Eigenart des Erzählens? (weiterlesen…)
18. August 2009
Der neue Thriller von John Grisham
Denn sie wissen, was sie tun!
Kyle McAvoy steht eine glänzende Karriere als Jurist bevor. Bis ihn die Vergangenheit einholt. Eine Frau behauptet, Jahre zuvor auf einer Party in Kyles Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Kyle weiß, dass diese Anklage seine Zukunft zerstören kann. Und er trifft eine Entscheidung, für die er mit allem brechen muss, was bisher sein Leben bestimmt hat. Der neue Grisham- ein Thriller um Macht, Korruption und eine Welt, der jegliche Moral abhanden gekommen ist. (weiterlesen…)
12. August 2009
Kaum hatte ich dies Buch von einem Samstagnachmittag bis zum nächsten Sonntag fasziniert verschlungen, stand es schon ganz oben auf den Bestsellerlisten. Über die kann man ja geteilter Meinung sein, aber diesmal ist die Platzierung gerechtfertigt. Zunächst von ihr sozusagen als Zeitvertreib begonnen, aber im Verlauf von anderthalb Jahren wurde ihr klar, dass ein richtiges Buch daraus würde.
Und es hat ihr Spaß gemacht, das merkt man bei jeder Zeile, vor allem auch, weil es ihr, bei allem Schweren, das auch zu ihrem Leben gehört, doch herauskam und ihr klar wurde, welch ein erfülltes Leben sie erleben durfte – die größte Zeit gemeinsam in Harmonie und auch Diskussion mit Ihrem Mann, Prof. Walter Jens. (weiterlesen…)
Schade, dass ich diese Besprechung nicht vor Ihren Ferien fertig bekam… aber vielleicht haben Sie auch jetzt noch Zeit zum Lesen. Bevor ich zu dem neuen Buch Frau Sorgedahl komme, muss ich etwas zu Lars Gustafsson und seiner Erzählweise berichten.
Er ist schwedischer Lyriker, Philosoph und Romancier, und wurde 1936 in Mittelschweden geboren. Zu seinem 70. Geburtstag erschienen 5 seiner für ihn typischen und auch irgendwie autobiographischen Romane in einem Taschenbuchband: Risse in der Mauer . Der Band (957 S, nur € 14.95!) enthält die Romane: Herr Gustafsson persönlich (1971); Wollsachen (1973); Das Familientreffen (1975); Sigismund. Aus den Erinnerungen eines polnischen Barockfürsten (1976); Der Tod eines Bienenzüchters (1978).
Erwähnen möchte ich hier auch die in allen seinen Büchern die ihm eigene Erzählweise, die ich so noch nie bei einem anderen Autor gefunden habe und die mehr als reizvoll ist. Obwohl jeweils ‘Roman’ überschrieben, enthalten seine Bücher eine Vielzahl von Geschichten (weiterlesen…)
11. August 2009
Als erster westlicher Journalist lebte Stephan Kulle mehrere Wochen im Kloster des Dalai Lama.
Der Journalist und Theologe Stephan Kulle gehört zu den profiliertesten Kennern des Papstes und des Vatikans. Für dieses Buch suchte er den anderen großen religiösen Führer unserer Zeit auf, den Dalai Lama. In dessen Kloster im nordindischen Exil gewährten ihm die Mönche 40 Tage lang einen ungewöhnlich offenen Zugang zum Innersten des tibetischen Buddhismus.
Von der einzigartigen Atmosphäre des Klosters fasziniert, spürt er auch den Sehnsüchten vieler Pilger aus dem Westen nach, die zu diesem mystischen Ort voller Gegensätze reisen, um für sich Sinn und Orientierung zu finden. Dabei reflektiert er sein eigenes Leben, die westliche Gesellschaft und den christlichen Glauben. Ein packender und inspirierender Blick in eine andere spirituelle Welt. (weiterlesen…)
4. August 2009
Als würde man an einer siebentägigen Erkundung der Stadt Kittur und ihrer Besonderheiten teilnehmen, so führt Aravind Adiga in seinem neuen Buch, einem Zyklus von Geschichten, den Leser durch diese brodelnde fiktive Stadt, die deutlich erkennbare Züge Bangalores trägt.
Wie in Adigas preisgekröntem Debüt “Der weiße Tiger” werden mit Witz und Furor, Mitgefühl und Humor, Mut und Leidenschaft Geschichten erzählt, in denen die unbarmherzigen Gegensätze und der unbeugsame Überlebenswille im heutigen Indien plastisch werden.
Da ist der zwölfjährige Ziauddin, der in einem Teehaus in der Nähe des Bahnhofs aushilft und, weil er einem hellhäutigen Fremden vertraut, einen großen Fehler macht. Da ist ein privilegierter Schuljunge, der aus Protest (weiterlesen…)