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31. Dezember 2009

Murks: Der planlose Bau des menschlichen Gehirns — von Gary Marcus

MurksWarum das Gehirn ständig Fehler macht – und wieso das häufig keiner merkt

Ein witziges Buch über ein schrulliges Wesen: den Menschen. Wir nehmen Dinge wahr, die gar nicht existieren. Wir täuschen uns permanent, und logisches Denken ist eher die Ausnahme. Was tun mit diesem Murks im Kopf?

Die Evolution hatte ein Problem, als sie das archaische Gehirn unserer Vorfahren umzubauen begann: Es musste in Betrieb bleiben, während der Mensch entstand, und deshalb konnte sie es nicht einfach abreißen wie eine Ruine. Also pfropfte sie die neuen Bauteile irgendwie mehr oder weniger passend auf die alten. Dabei ist Murks entstanden, ein Flickwerk (weiterlesen…)

30. Dezember 2009

Man muss kein Held sein — von Chesley B. Sullenberger

Man muss kein Held seinAuf welche Werte es im Leben ankommt

Am 15. Januar 2009 startet der Inlandsflug 1549 in New York. In einer Höhe von etwa 1000 Metern – die Maschine befindet sich gerade über der Bronx – kollidiert ein Schwarm Wildgänse mit dem Airbus, an Bord sind 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder.

Kapitän Sullenberger meldet Schubverlust in beiden Triebwerken und entscheidet sich wegen der geringen Flughöhe für eine hochriskante Notwasserung. Nur sechs dramatische Minuten nach dem Start trifft die Maschine im Gleitflug auf dem Hudson auf, rund anderthalb Kilometer vom Times Square entfernt. Rettungskräften gelingt die Evakuierung der Passagiere. Die Bilder von der spektakulären Landung und Rettungsaktion gehen bald um die Welt.

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22. Dezember 2009

In der Mitte des Lebens — von Margot Käßmann

In der Mitte des Lebens50 – und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor? – Margot Käßmann legt ein Buch vor, das so lebendig ist wie jede wahre Geschichte und das hilft, den eigenen Standort klarer zu sehen. In zehn Kapiteln geht die Autorin den Themen nach, die sich mitten im Leben stellen: Jugendlichkeit und Alter, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.

Ein interessantes Buch, das das Thema 50 auch vom theologischen Standpunkt aus betrachtet. Ab 50 spricht man ja auch von der Lebensmitte, das klingt zwar etwas bedrückend, heißt aber eigentlich nichts anderes als mitten drin. Ein Buch, das unbedingt zu empfehlen ist. Zu diesem Buch finden Sie übrigens auch eine Leseprobe bei buchwelt.de. (weiterlesen…)

21. Dezember 2009

Tuntenyeti — von Lecaux, Ccile G.

TuntenyetiDer Tuntenyeti ist im wahrsten Sinne des Wortes der etwas andere Roman. die Autorin hat es vorzüglich verstanden, komplett unterschiedliche Charaktere sehr unterhaltsam in Szene. Dieser Roman ist absolut zielgruppenübergreifend und bei weitem nicht nur auf das schwul/lesbische Umfeld beschränkt. Besonders imponiert hat mir, dass die Autorin ohne Effekthascherei eine spannende und vor allem humorvolle Geschichte geschrieben hat, welche in dieser Form mit Sicherheit einzigartig ist.
Mir hat es auf jeden Fall super gefallen.

Das Buch  bei buchwelt.de – klicken Sie hier.

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[Leser-Beiträge sind unabhängig von buchwelt.de verfasste Texte und geben auch nicht die Meinung von buchwelt.de wieder. Siehe hierzu auch die AGB des Blogs - Anm. der Redaktion]

Veröffentlicht von: Zimmermann.

17. Dezember 2009

Albert Schweitzer : Ein Leben für Afrika — von Guido Dieckmann

Ab 24.12.2009 im Kino – Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika
Das Buch zum Film:
Albert Schweitzer1949 – in den ersten Jahren des Kalten Krieges. Dank des unermüdlichen Einsatzes für seine Mitmenschen ist Albert Schweitzer mit seiner Arbeit im Urwald- Hospital in Lambarene einer der meist bewunderten Menschen des Jahrhunderts. Doch während eines USA-Besuches gerät er zwischen die Fronten der Weltpolitik. Mit fast 75 Jahren nimmt er eine der größten Herausforderungen seines Lebens an – und Lambarene wird zum Schauplatz einer existentiellen Auseinandersetzung um die Grundlagen unserer Welt.
Trailer zum Film: (weiterlesen…)

16. Dezember 2009

Albert Schweitzer – Eine Biographie 1875 – 1965 von Nils Ole Oermann

Albert Schweitzer- Für die Einen ein Begriff – für andere neu zu entdecken

Albert Schweitzer Als ich – mehr durch puren Zufall – entdeckte, dass es in diesem Jahr gleich zwei neue Biographien über Albert Schweitzer gibt – war ich richtig glücklich: So lange schon ist er, den ich seit Kindheit nicht nur verehrte, sondern der zu einem meiner großen Vorbilder geworden war, irgendwie aus dem Blickfeld geraten. In der jüngeren Vergangenheit wurde er mehr als eine Art ‘Mitstreiter’ in der Anti-Atom-Kapagne ins Feld geführt. Es stimmt auch, dass er sich anhand der ihm verfügbaren Literatur mit diesem Komplex auseinandergesetzt hat: Und natürlich war ihm sofort klar, welch entsetzliche Situation damit unweigerlich zukommen würde – zugekommen ist.

Nun kommt auch noch der große Film über Albert Schweitzer am 24.12.2009 ins Kino -  Warum also ist er, um den es in den letzten Jahren so still geworden ist – nun plötzlich derart ins Rampenlicht geraten ..

Schon ein Blick auf den Autor dieser Biograpie macht neugierig: Er ist 1973 geboren,  (also 36 Jahre alt) Dr. Dr., studierte Evangelische Theologie, Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte in Leipzig, Münster und Oxford. Seit 2004 arbeitet er als persönlicher Referent des Bundespräsidenten. Seit 2007 berät er den Bundesminister des Inneren sowie die Deutsche Islamkonferenz und lehrt Systematische Theologie. Und morgen, wird er auch noch Professor, was ich am Telefon erfuhr, als ich ihn noch etwas wegen der AlbertSchweitzer-Biographie fragen wollte. Mich interessierte das auch deswegen, weil er selbst offensichtlich eine ebenso rasante Karriere durchläuft wie seinerzeit Albert Schweitzer. Nun also zur derzeit wirklich umfassendsten Albert Schweitzer-Biographie:

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15. Dezember 2009

Thomas Bernhard Leben und Werk in Bildern und Texten — von Erika Schmied (Fotografie) und Wieland Schmied (Text)

Thomas Bernhard privat als Nachbar und Freund wie ihn nur wenige kennen
Ein Muss für alle Freunde – aber auch Feinde? – von Thomas Bernhard

Thomas Bernhard

Dieser großformatige Bildband mit seinen über Hundert Fotos ist etwas ganz Wunderbares! In seinen drei Teilen versucht er  Thomas Bernhard so nahe zu kommen, wie es bislang noch nie jemandem gelungen ist.

Der erste Teil folgt er den Spuren von Bernhards Kindheit und Jugend, wie man sie aus dessen mehrteiliger Autobiographie kennt. “Verführerische Schönheit und tödliche Bedrohung erscheinen Thomas Bernhard in Salzburg untrennbar verbunden: ‘Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit, in welche ihre Bewohner hineingezogen werden, und gehen sie nicht in dem entscheidenden Zeitpunkt weg, machen sie direkt oder indirekt früher oder später unter allen diesen Entsetzlichen Umständen entweder urplötzlich Selbstmord  (… )’ ”

Ein düsterer Bildband über einen düsteren Autor? Mitnichten! Schon im zweiten Teil erleben wir einen ganz anderen Thomas Bernhard in seinen Häusern im oberösterreichischen Alpenvorland, in denen sich der menschenscheue Schriftsteller zunehmend vor der Umwelt abschloss: Im Vierkanthof in Ohlsdorf, erinem alten Bauerngehöft auf dem Grasberg bei Gmunden, dem abseits gelegenen Quirchtenhaus in Ottnang mit dem Blick auf Wolfsegg …

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Der Briefwechsel Thomas Bernhard / Siegfried Unseld

 Lebendiger als jede Biographie – ein großer Autor – ein großer Verleger – ein Stück ‘der’ Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts

Der Briefwechsel Thomas Bernhard/Siegfried Unseld

»Falls jemand auf ein letztes, unentdecktes Drama von Thomas Bernhard gehofft haben sollte: Hier ist es. Es heißt Briefwechsel und entstand zwischen 1961 und Bernhards Tod 1989.« das schreibt die ZEIT.  Fürchten Sie sich nicht vor den 850 Seiten dieses Buches! Es ist, von der ersten bis zur letzten Seite ein ebenso spannendes wie erhellendes Portrait: Von dem größten Verleger des 20. Jahrhunderts und einem seiner bedeutendsten Autoren.

Vielleicht hat sich schon der eine oder andere gefragt, was wohl das ‘Geheimnis’ Siegfried Unselds gewesen sein mag, dass sein Verlag so repräsentativ ist für die Literatur auch des 20. Jahrhunderts wie ebenso für die geistigen Strömungen seiner Zeit.

Obwohl sie beide – der Verleger und der Autor nicht mehr leben – hier werden und bleiben sie unglaublich lebendig – und so werden sie lebendig bleiben für alle Zeiten. Nach dem Sichten und Ordnen des Materials ist nämlich etwas herausgekommen, was so von niemandem erwartet worden war: ‘(…) nimmt hier doch die Dokumentation der Arbeit des Verlegers für seine Chronik  [die ebenfalls dem Briefwechsel begleitend beigefügt ist] einen weitaus größeren Teil als der Briefwechsel selber ein. Und doch zeigt sich, auf einen zweiten Blick, dass beides zusammengehört und überaus informativ ist. Es führt uns die gesamte Brillanz und Tragik der Beziehung dieser beiden ungewöhnlichen Persönlichkeiten vor Augen, und mit kaum einem anderen seiner Autoren dürfte Dr. Siegfried Unseld so häufig zum persönlichen Gespräch zusammengekommen sein. (…) ] Jahrzehntelang hat der Verleger auf alle – auch aggressiven – Anmutungen seines Autors geduldig geantwortet. ] ‘Ich kann nicht mehr’ …, schreibt er nach beinahe einem Vierteljahrhundert des Miteinander seinem dem Tod entgegengehenden Autor. Dieser antwortet: , Dann streichen Sie mich aus Ihrem Gedächtnis und aus dem Verlag …’ ‘

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12. Dezember 2009

Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation — von Michael Tomasello

Die Ursprünge der menschlichen KommunikationDie faszinierende Naturgeschichte der menschlichen Kommunikation -
Neues über den Ursprung der Sprache

Ein Zitat aus Ludwig Wittgensteins Philosophische Untersuchungen steht als Erstes über diesem wahrhaft aufregenden Buch: Zeige auf ein Stück Papier! – Und nun zeig auf seine Form,
- nun auf seine Farbe, nun auf seine Anzahl … Nun, wie hast Du das gemacht?

Michael Tomasello ist Kodirektor am Max Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Das große Thema seines Lebens ist im Grunde der Mensch. Aber man kann diesen  nur in der Form verstehen, untersuchen und beschreiben, wenn man weit in seine Entwicklungsgeschichte zurückgeht: an seine Anfänge. Seit dem (so oft missverstandenen) Darwin hat sich irgendwie allgemein eingeprägt, dass der Mensch vom Affen abstamme. Natürlich hat Darwin das auch nicht so gemeint;  dennoch: so missverstanden, hat es ihm seinerzeit viel Ärger eingebracht.

Also: Tatsächlich hat sich der Mensch aus einer Nebenlinie der Affen weiterentwickelt, die sich vor Millionen von Jahren eben von der Linie der Affen abgespalten hat. Daher hat man auch lange gebraucht um zu verstehen, dass man Mensch und Affen nicht generell vergleichen kann.

Michael Tomasello ist also davon ausgegangen, dass, wenn man den Menschen in seiner Einzigartigkeit irgendwie begreifbar machen will, man untersuchen muss, inwiefern er sich von seinen nächsten Verwandten im Tierreich unterscheidet und von welchen Grundlagen aus sich die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten entwickelt haben. Endlich kann man das jetzt nachlesen:

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10. Dezember 2009

Schöne Bescherung — von Kim Fisher

Schöne BescherungGönnen Sie sich und Ihren Lieben Entspannung pur zum Fest: Free Weihnachten!

Weihnachten – kaum ein Wort verbinden die Menschen mit einer so großen Erwartung: Alles muss perfekt sein: Die Welt heile, das Essen lecker, die Liebsten in bester Stimmung und gleicher Meinung. Der Schnee soll rieseln und die Sterne funkeln. Kurzum: Das kann nicht klappen.

“Schöne Bescherung” erzählt von Preziosen, die in der Gosse landen, vom Ehestreit des jung verheirateten Paars unterm Tannenbaum mit anschließender Versöhnung, der 1.478sten Geschenkverpackung der Parfumverkäuferin, Omas letztem Weihnachtswunsch, der ansonsten so perfekten Hausfrau, die an Heiligabend in ein Wellnesshotel flüchtet, und vielen weiteren Weihnachtsfesten, die alles das nicht sind, was wir erwarten – aber trotzdem wunderschön.

Dieses Buch befreit vom Druck und von den Erwartungen. Es macht wieder Lust auf Weihnachten. Gönnen wir uns und unseren Lieben Entspannung pur zum Fest. (weiterlesen…)